Hier wird Klar!Text geschrieben
Krippen und Kitas in Münster / Altheim – Unsere Jüngsten und deren Familien
Unsere Kinder – unsere Verantwortung
Kinderbetreuung darf nicht länger ein Randthema bei der Münsterer Gemeindevertretung sein. Wir wollen, dass auf Familien und deren Bedürfnisse deutlich mehr geachtet und entsprechend gehandelt wird. Wir müssen allen Familien Verlässlichkeit garantieren können. Die Umsetzung des Rechts auf einen Kitaplatz ab dem Alter von 1 Jahr muss konsequent erfüllt werden. Es darf für Eltern keine Zitterpartie mehr sein, ob das eigene Kind – z. B. nach der Elternzeit – einen Kitaplatz bekommt oder nicht. Hier hängen Existenzen dran. Kitaplätze MÜSSEN ganzjährig verfügbar sein. Dies darf auch keine Kostenfrage sein, denn es ist schlichtweg gesetzlich vorgeschrieben.
Eine zeitgemäße Kinderbetreuung ist von entscheidender Bedeutung für die frühkindliche Entwicklung. In den ersten Jahren werden grundlegende Fähigkeiten und soziale Kompetenzen entwickelt, die die Basis für das weitere Leben und die weitere Bildung eines Menschen bilden. Eine qualitativ hochwertige Betreuung fördert nicht nur die individuellen Talente der Kinder, sondern schafft auch ein sicheres und unterstützendes Umfeld.
Ein zentraler Aspekt für den Erfolg dieser Einrichtungen ist das Personal. Gut ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher sind der Schlüssel zu einer positiven Entwicklung der Kinder. Unsere Gemeinde muss sich darüber im Klaren sein, dass es unabdingbar ist, beim Personal „nachzuarbeiten“. Es fängt bei der Bezahlung an: Keine Gemeinde zahlt so wenig wie Münster. Im Umkreis ist die Gemeinde Münster als Arbeitgeber daher nicht konkurrenzfähig und schafft es so nicht, langfristig qualifiziertes Personal zu gewinnen. Wenn man dem Personal Wertschätzung entgegenbringen will, beginnt diese bei einer angemessenen Bezahlung und endet beim wertschätzenden Umgang miteinander. Ohne dies werden immer mehr talentierte und engagierte Fachkräfte unsere Kitas verlassen, was die Qualität der Betreuung erheblich gefährdet. Daher ist es unerlässlich, dass die Träger – also die Gemeinde Münster – ebenso wie wir als Gesellschaft die Bedeutung der Kinderbetreuung erkennen und entsprechend Rechnung tragen.
Moderne Technologien, wie eine Kita-App, können den Austausch zwischen Eltern und Erziehern erheblich erleichtern. In anderen Kommunen ist eine solche App bereits Standard, während Münster auch hier wieder einmal hinterherhinkt. Tatsache ist, dass eine solche App es ermöglicht, Informationen schnell und unkompliziert zu teilen. Entwicklungsberichte, Fotos von Aktivitäten, Abholberechtigungen und wichtige Mitteilungen können jederzeit abgerufen werden. Dies fördert nicht nur die Transparenz, sondern stärkt auch das Vertrauen zwischen Eltern und Betreuungspersonal. Eltern können aktiv am Entwicklungsprozess ihrer Kinder teilhaben, was wiederum die Zusammenarbeit und das Verständnis für alle Beteiligten verbessert.
Eine moderne, zeitgemäße Ausstattung ist in einer Kita unerlässlich, wozu auch und insbesondere der Hitzeschutz durch Klimageräte gehört. Hitzeschutz ist aus mehreren Gründen – gerade in der Kinderbetreuung – von elementarer Wichtigkeit:
Hohe Temperaturen führen bei Kindern schneller als bei Erwachsenen zu gesundheitlichen Problemen wie Dehydrierung oder Hitzschlag. Ebenso sinkt die Konzentrationsfähigkeit, was wiederum das Lernen und Spielen beeinträchtigt. Auch die Sicherheit ist gefährdet, denn in überhitzten Räumen kann es zu einer erhöhten Unfallgefahr kommen, da Kinder bei Hitzestress unaufmerksam werden.
Klimageräte tragen zur Sicherheit, Konzentrationsfähigkeit und Gesundheit unserer Kinder bei. Mit mobilen Geräten, die zum Teil 15 Jahre alt und nicht auf die Raumgröße ausgelegt sind, ist den Kindern nicht geholfen – auch wenn dies die Gemeindeverwaltung nach aktueller Prüfung als ausreichenden Hitzeschutz bezeichnet.
Ja, all dies kostet Geld. Aber wer nicht kurzsichtig denkt, weiß sehr genau, dass die beste Investition die Investition in unsere Kinder ist.